Archiv für die Kategorie ‘Sehenswürdigkeiten’

Der Moldaustausee

Freitag, 18. März 2011

Besonders für Naturfreunde ist ein Böhmerwald-Urlaub wirklich zu empfehlen. In der touristisch gut erschlossenen und landschaftlich überaus reizvollen Gegend gibt es für sportlich aktive jede Menge Angebote für einen gelungenen Aktiv-Urlaub. Eines der Highlights im Gebiet des Böhmerwaldes ist der Moldaustausee, der mit einer Fläche von 4650 Hektar und einem Volumen von 306 Millionen Kubikmetern der flächenmäßig größte See der Tschechischen Republik ist. Auf einer Länger von 48 km und einer Breite von 10 km bietet der See besonders im Sommer jede Menge Möglichkeiten, sich die Zeit auf angenehme Weise zu vertreiben. Von Deutschland gelangt man am besten über den Grenzübergang Philippsreut zum See.
Der Grund für die Beliebtheit des Sees und des gesamten Gebietes des Böhmerwaldes ist nur zu offensichtlich: Landschaftlich ist die Gegend einfach traumhaft! Die Natur um den Moldaustausee ist sehr gut erhalten und die Tier- und Pflanzenvielfalt entlang der Ufer ist beeindruckend. Doch völlig unberührt sind der See und die Region um ihn herum deshalb keinesfalls. Im Gegenteil, das touristische Angebot, das natürlich sowohl auf sportliche Betätigung als auch auf Ruhe und Erholung setzt, ist wirklich ansehnlich.
So gibt es die Möglichkeit auf dem See Kajak zu fahren oder zu Segeln und ebenso an den regelmäßig stattfindenden Wettbewerben teilzunehmen. Auch Kanus können ausgeliehen werden und bieten den Urlaubern eine wunderbare Möglichkeit, die herrliche Natur um den See aus einer tollen Perspektive zu erleben und zu genießen. Ebenso kann man natürlich auch Schwimmen und Rudern. Das Fahren von Motorbooten hingegen ist verboten, was für Ruhe sorgt und sicherstellt, dass rüpelhafte Motobootfahrer den anderen Urlaubern nicht die schöne Zeit vermiesen.
Wer es lieber trocken mag, der kann es sich natürlich auch an Land gut gehen lassen. Die Gegend lädt zu langen oder kurzen Wanderungen ein und auch für Radfahrer stehen genügend gut ausgebaute Wege zur Verfügung – einer der schönsten Radwege führt zum Beispiel einmal ganz um den See herum.
Wer es lieber ganz ruhig mag, der kann auch seine Angel mit zum Moldaustausee bringen und sein Anglerglück versuchen. Die Chancen nicht mit leeren Händen nach Hause gehen zu müssen stehen sehr gut, denn der See ist bekannt für seinen Fischreichtum.

Burg Karlsberg im Böhmerwald

Freitag, 03. Dezember 2010

Die weit über 100 km lange Bergkette des Böhmerwaldes ist aus gutem Grunde zu einem beliebten Ziel für Urlaube oder Ausflüge verschiedenster Art geworden. Nicht nur die Bewohner des deutsch-tschechisch-östereichischen Grenzgebietes schätzen die wunderbare Natur und die vielen historischen Bauwerke der Gegend, sondern aus ganz Deutschland machen sich Urlauber jedes Jahr auf die Reise in den Böhmerwald, um in die besondere Atmosphäre der Gegend einzutauchen. Besonders Naturliebhaber und Leute, die sich für alte Burgen und Schlösser interessieren, sind hier goldrichtig.
Eine der vielen sehenswerten Burgen im Böhmerwald ist die Burg Kašperk (zu deutsch Karlsberg) im Tschechischen Gebiet des Böhmerwaldes gelegen. Leider ist heute nicht viel mehr als eine Ruine des 1365 errichteten Bauwerkes übrig, doch eine Besichtung der beeindruckenden Anlage lohnt sich natürlich nichtsdestotrotz. Kaum nähert man sich den Ruinen, beginnen sie auch schon die Geschichte der Burg zu erzählen. Denn die Wahl des Standortes der Burg ist bemerkenswert: Genau an einem Felsrücken in 886 Metern Höhe gelegen, wird ihr primärer Zweck schnell offensichtlich. Denn unweit der Burg befinden sich mehrere Goldminen, die es offenbar von der Burg aus zu schützen galt. Strategisch war der Standort der Burg als überaus geschickt ausgewählt.
Verantwortlich für den Bau der gotischen Burg war Karl IV, der einen gewissen Veit Hedvábný beauftragte, den Bau der Burg in die Hand zu nehmen. Die Errichtung lief problemlos und eine imposante Königsburg entstand. Dennoch wurde sie mehrfach verschiedenen Lehnsherren zur Verfügung gestellt, z.B. dem Erzbischof Johann OÄ?ko von WlaÅ¡im oder Jiří von LokÅ¡an. Die solide Bauart und der strategisch gut gewählte Standort der Burg machten sich bezahlt, denn sie wurde in den folgenden Jahrhunderten nicht ein mal eingenommen. Dennoch begann man schon in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts die Burg zu vernachlässigen, so dass ein langsamer Verfall einsetze. Kaum 50 Jahre später, im Jahr 1617 wurde sie dann bereits nicht mehr genutzt.
Die vielen Jahrhunderte des Brachliegens haben in der Burg deutliche Spuren hinterlassen, die eine Besichtigung umso spannender machen. Neben der beeindruckenden Ruinen der Burg Karlsberg und der umwerfenden Kulisse des Böhmerwaldes gibt es kaum 400 Meter von der Burgruine entfernt die Reste einer vorgeschobenen Befestigung der Burg zu sehen, die wie die ursprüngliche Burg noch aus gotischer Zeit stammen und überaus sehenswerte Überbleibsel dieser so spannenden Zeit darstellen.